Tipps für umweltfreundliches Gärtnern

Immer mehr Gartenbesitzer legen bei der Gartengestaltung Wert auf Nachhaltigkeit. Ein umweltfreundlicher Garten kann nämlich dazu beitragen, natürliche Ressourcen zu schonen und die lokale Tier- und Pflanzenwelt zu fördern. Mit einfachen Anpassungen lassen sich Wasserverbrauch, Energiebedarf und Pflegeaufwand deutlich reduzieren. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Ihren Garten auf nachhaltige Weise pflegen können – von der Wahl der richtigen Pflanzen bis hin zu praktischen Tipps für den ressourcenschonenden Umgang mit Materialien.


Wasser sparen im Garten

Wasser ist eine wertvolle Ressource, die oft unnötig verbraucht wird. Es gibt aber mehrere einfache Möglichkeiten, den Wasserverbrauch im Garten zu senken:

  • Regenwasser sammeln: Ein Regenfass oder ein größerer Wassertank sind einfach einzurichten und fangen Regenwasser zuverlässig auf. Dieses kann dann zum Gießen genutzt werden und spart wertvolles Leitungswasser.
  • Tropfbewässerung: Ein Tropfbewässerungssystem sorgt dafür, dass Pflanzen direkt an den Wurzeln mit Wasser versorgt werden. Diese Methode ist besonders effektiv, da weniger Wasser verdunstet und so der Verbrauch deutlich sinkt.
  • Mulchen: Eine Mulchschicht aus Rinde, Laub oder Stroh hilft zusätzlich dabei, die Bodenfeuchtigkeit zu bewahren und gleichzeitig Unkraut zu unterdrücken.


Natürliche Düngemittel verwenden
Der Einsatz von chemischen Düngemitteln ist häufig schädlich für die Umwelt und den Boden. Natürliche Alternativen sind dagegen umweltfreundlicher – und meist sogar effektiver:

  • Kompostieren: Kompost aus Garten- und Küchenabfällen ist der beste Dünger, den Sie Ihren Pflanzen geben können. Er verbessert die Bodenstruktur, versorgt den Boden mit Nährstoffen und hilft dabei, Abfälle zu reduzieren.
  • Natürliche Dünger: Hornspäne, Algenmehl oder auch Mist aus biologischer Landwirtschaft sind tolle Alternativen zu chemischen Düngemitteln. Sie versorgen die Pflanzen auf natürliche Weise mit allem, was sie brauchen.


Heimische Pflanzen für mehr Biodiversität

Heimische Pflanzen sind die ideale Wahl für einen nachhaltigen Garten. Sie bieten außerdem nicht nur Vorteile für die Umwelt – Gartenbesitzer haben es im Vergleich zu exotischen Arten deutlich einfacher mit ihnen.

  • Biodiversität fördern: Heimische Pflanzen sind perfekt auf das lokale Klima und die Bodenbedingungen abgestimmt. Sie bieten Lebensraum und Nahrung für viele Insekten, Vögel und andere Tiere und tragen so zur Erhaltung der Biodiversität bei.
  • Weniger Pflegeaufwand: Außerdem kommen sie mit wenig Wasser und ohne viele Düngemittel aus. Das bedeutet weniger Aufwand und eine gesündere Pflanzenwelt im Garten.

Beispiele für beliebte, heimische Pflanzen:

· Wildkräuter: Bärlauch, Kamille und Brennnessel

· Stauden: Akeleien, Sonnenhüte und Rudbeckien

· Sträucher: Holunder, Schlehe und Weide

· Blumenwiesenpflanzen: Mohn, Kornblume und Wiesensalbei

· Bäume: Eiche, Buche und Ahorn


Energie sinnvoll sparen

Auch im Garten lässt sich der Energieverbrauch senken, insbesondere bei der Beleuchtung und Geräten:

  • Solarleuchten: Solarleuchten sind eine umweltfreundliche Alternative zu elektrischer Beleuchtung. Sie speichern tagsüber Sonnenenergie und geben nachts Licht ab, ganz ohne Stromanschluss.
  • Energieeffiziente Gartengeräte: Beim Kauf von Gartengeräten sollten Sie auf die Energieeffizienz achten. Geräte mit Akku oder Solarbetrieb verbrauchen weniger Strom und sind daher die bessere Wahl für einen nachhaltigen Garten.


Nachhaltige Zaunwahl

Zäune müssen nicht primär steril und funktional sein. Mittlerweile gibt es auch eine große Auswahl an naturnahen Optionen zur Gartenbegrenzung.

  • Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft: Holz ist ein natürliches Material, das am besten aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen sollte. Achten Sie auf das FSC-Siegel, das für verantwortungsvolle Holzernte steht.
  • Recycelte Materialien: Zäune aus recyceltem Kunststoff oder Metall sind neben Holz ebenso eine langlebige und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Zäunen.
  • Lebende Zäune: Weidenzäune oder Hecken bieten neben einer natürlichen Abgrenzung zusätzlich Lebensraum für Tiere und fördern die Biodiversität im Garten.


Abfall im Garten reduzieren

Ein nachhaltiger Garten bedeutet zudem, Abfall zu vermeiden und Materialien zu wiederverwenden:

  • Plastikverbrauch minimieren: Setzen Sie auf natürliche Materialien wie Holz, Metall oder Ton für Gartenmöbel und -dekorationen. Diese sind langlebiger und umweltfreundlicher als Plastikprodukte.
  • Wiederverwendung von Materialien: Alte Gartenmöbel oder Pflanzgefäße können oft noch ein zweites Leben erhalten. Aus Holzpaletten lassen sich zum Beispiel Hochbeete oder Regale bauen. Pflanzgefäße aus Ton oder Kunststoff können ebenfalls wiederverwendet werden.

 

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